Christian Geissler Gesellschaft

Neues, Anderes, Nicht-Vergangenes

Neue Rezensionen zu “Wird Zeit, dass wir leben”

Die neue Ausgabe von “Wird Zeit, dass wir leben”, die im Verbrecher Verlag erschienen ist, hat schon einige Rezensenten beschäftigt.

Jan Ehlert schreibt für den NDR unter anderem: “Dass der Verbrecher-Verlag Geissler nun eine Werkausgabe widmet, ist daher wichtig und sehr zu begrüßen – als Teil der deutschen Literaturgeschichte. Und wenn man Geisslers Texte heute liest, dann scheint seine Weigerung, die Augen vor dem eigenen sinnlosen Tun zu verschließen, immer noch aktuell. (…)  In “Wird Zeit, dass wir leben” wandelt sich Leo vom Schutzmann zum Revolutionär, von demjenigen, der Menschen ins Gefängnis steckt zu einem, der sie dort wieder herausholen will. Angelehnt hat Geissler seinen Roman an den Fall des Hamburger Polizisten Bruno Meyer, der 1935 zwei Widerstandskämpfer befreien wollte. Im ausführlichen und gut recherchierten Essay erzählt Detlef Grumbach die Geschichte hinter dem Roman – im Buch als Nachwort hintangestellt. Doch diesen Text sollte man unbedingt zuerst lesen – dann wird es einem ein bisschen leichter fallen, den Roman von Christian Geissler zu verstehen.” (Sendedatum 26. Juni 2013, 16:20 Uhr)

Salli Sallmann meint im RBB Kultur, man müsse die Romane Geisslers “lesen als Versuche der Selbstklärung, Selbstfindung” und findet die Neuveröffentlichung von “Wird Zeit, dass wir leben” – die Sprache bezeichnet er als “schroff und kantig” – auch wegen der Haltung wichtig, die das Buch ausdrückt: “dass wir kämpfen müssen, den Mund aufmachen, ganz allgemein unsere Meinung sagen, Zivilcourage leben”. (Sendetermin: 23. Juli 2013)

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