Christian Geissler Gesellschaft

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NEU: Peter Weiss wäre nicht erstaunt – Jahresgabe 2016

Die Jahresgabe 2016 enthält einen Vortrag Christian Geisslers aus dem Jahr 1990: Unter dem Eindruck des Epochenumbruchs fragt er nach den Möglichkeiten eines kommunistischen Schriftstellers und nimmt damit deutlichen Bezug auf die “Ästhetik des Widerstands” von Peter Weiss. Sie erscheint zum 100sten Geburtstag von Peter Weiss in Zusammenarbeit mit der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft und hat 36 Seiten.

Alle anderen Interessenten erhalten Sie gegen eine Spende.
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Stichwort “Peter Weiss” und Anschrift in den Betreff! Oder Anschrift per Mail: info@christian-geissler.net.

Im Editorial der Broschüre (36 Seiten) heißt es:

Die »Peter-Weiss-Tage« der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft am 17. und 18. November 1990 waren die dritte Arbeitstagung der im April 1989 gegründeten Gesellschaft. Sie fand unter dem Eindruck der Zeitenwende 1989 statt. Die Tage sollten sich einerseits mit dem Verhältnis Peters Weiss’ zu Zürich und dem Dada, andererseits mit den Herausforderungen der aktuellen Entwicklungen befassen.

Hatte sich Peter Weiss (1916–1982) in seiner dreibändigen »Ästhetik des Widerstands« (1975–1981) mit dem Scheitern der Arbeiterbewegung und des Widerstands gegen den Nationalsozialismus auseinandergesetzt, um damit auch Debatten um die Perspektiven des Sozialismus in den 1970er und 1980er Jahren anzuregen, stellten sich die Fragen einer sozialistischen Perspektive jetzt in völlig neuer Weise. Eingeladen wurden deshalb die DDR-Autorin Gabriele Stötzer (*1953, zum Zeitpunkt der Einladung war sie verheiratet und hieß Gabriele Kachold) und der westdeutsche Autor Christian Geissler (1928–2008): Sie sollten darüber sprechen, wie die gesellschaftlichen Umwälzungen ihre Arbeit verändert und welche Zukunftsperspektiven sie sehen. Die Teilnahme von Gabriele Stötzer war von vornherein unsicher, Christian Geissler hat diesen Teil des Programms dann tatsächlich allein bestritten. Er nannte seinen Vortrag »mitten im schlamassel / anleiten meine schreibarbeit / hintergedanken des lernens«.

Im Nachhinein wurde er als der »Höhepunkt« (Stefan Howald im Zürcher »Tages-Anzeiger«, 20. November 1990) oder auch »das Herzstück der Veranstaltung« (Beat Mazenauer in »Der Freitag«, 30. November 1990) bezeichnet. Geisslers Selbstkritik kommunis­tischer Positionen bei gleichzeitiger Beibehaltung des Begriffs »Kommunismus« löste erregte Debatten aus.

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