Christian Geissler Gesellschaft

Neues, Anderes, Nicht-Vergangenes

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Mitgliederversammlung 2017 / Arbeitsbericht & Perspektiven

2016 war ein interessantes Jahr – auch für die Christian-Geissler-Gesellschaft (CGG). Die Werkausgabe macht Fortschritte: „Das Brot mit der Feile“ ist erschienen. Die Erschließung des Nachlasses hat begonnen, wir haben die Geissler-Konferenz Angang Oktober in Berlin organisiert, die Arbeit mit der Jahresgabe auf ein neues Niveau gehoben und die Öffentlichkeitsarbeit in Maßen weiterentwickelt. In allen Bereichen lassen sich wichtige Aspekte für die künftige Arbeit erkennen. Auf unserer Mitgliederversammlung am 11. Februar 2017 haben wir Bilanz gezogen und auch die nächsten Aufgaben dirkutiert. Hier ein Auszug aus dem Arbeitsbericht und den Perspektiven:

1. „Das Brot mit der Feile“ / Werkausgabe
Der Roman ist im September 2016 erschienen und lag zur Konferenz in Berlin vor.
Das Nachwort von Ingo Meyer unterscheidet sich im Herangehen von den vorherigen Nachworten und erweitert den Blick auf die Romane um einen aktuellen literaturwissenschaftlichen Blick. Meyer ist der erste Literaturwissenschaftler seit langem, der sich mit Geisslers Poetologie und Realismus aus heutiger Perspektive beschäftigt. Wenn wir gut 40 Jahre nach Erscheinen des „Brots“ neue LeserInnen für Geissler gewinnen wollen, kommt es gerade darauf an: aus dem Hier und heute auf das Werk zu blicken und bzw. Blickwinkel zu eröffnen.

„kamalatta“ ist für 2018 geplant. In 2017 soll aber der Tagungsband mit den Berliner Vorträgen erscheinen und es gibt Überlegungen, ein Hörbuch vom „Brot mit der Feile“ mit Robert Stadlober zu produzieren.

2. Erschließung des Nachlasses
Nachdem wir auf der letzten MV einen Zuschuss in Höhe von 3.000 € für die Erschließung des Nachlasses beschlossen und zurückgestellt haben, wurde mit der Erarbeitung des Findbuchs begonnen. Es soll Ende April 2017 fertig sein..

3. Geissler-Konferenz in Berlin, 6.-8. Oktober
Die inhaltliche und organisatorische Vor- und Nachbereitung hat uns seit 2015, auch schon auf unserer MV 2016, beschäftigt. Wir sind mit Ablauf und Ergebnissen sehr zufrieden, eine erste Bilanz findet sich bereits auf unserer Website, in diesem Sommer soll der Tagungsband mit den Vorträgen erscheinen.

Die Finanzierung hat dank Förderung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Arbeitsgemeinschaft der literarischen Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) keine Haushaltslöcher hinterlassen.

4. Jahresgabe „Peter Weiss wäre nicht erstaunt“
Nach dem holperigen Start mit der 8.-Mai-Rede 2015 haben wir uns vorgenommen, regelmäßig kleine Texte von Christian Geissler als Jahresgaben zu produzieren – als Dankeschön für Förderer und Mitglieder, aber auch, wie sich schon an der positiven Reaktion 2015 ablesen ließ, als „Einstiegsdroge“ für Geissler-Interessierte.
Der Vorschlag, das Peter-Weiss-Jahr mit der Weiss-Rede aus dem Jahr 1990 zu begleiten und auch eine Kooperation mit der Peter-Weiss-Gesellschaft zu suchen, hat sich als sehr glücklich erwiesen.
Die Peter-Weiss-Gesellschaft hat als Mitherausgeber fungiert, die „Junge Welt“ – auf der Konferenz durch zwei Redakteure vertreten – hat den Text zum Geburtstag von Peter-Weiss in zwei Folgen dokumentiert und auf die Broschüre hingewiesen, außerdem haben der Verlag und wir auf Facebook dafür getrommelt. Neben den durchweg positiven Reaktionen von Mitgliedern und Förderern haben wir zahlreiche Anforderungen – und damit Adressen von Geissler-Interessierten – und auch Spenden erhalten.

5. Aussichten:
Nach dem ereignisreichen Jahr 2016 wird das Jahr 2017 – ohne neues Buch – etwas ruhiger werden. Wir haben uns vorgenommen, uns noch für weitere Lesungen von Robert Stadlober aus dem „Brot mit der Feile“ einzusetzen und die Organisierung zu unterstützen. Außerdem bereiten wir die Neuausgabe von „kamalatta“ und wieder etwas größere öffentliche Aktivitäten im Herbst 2018 vor – aus Anlass von „kamalatta“ sowie dem 90sten Geburtstag und dem 10. Todestag von Christian Geissler.

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