Christian Geissler Gesellschaft

Neues, Anderes, Nicht-Vergangenes

Mitgliederversammlung 2014 /
Bericht und Perspektiven

Mitte Februar hatte die Gesellschaft ihre Mitgliederversammlung.
Sie hat Bilanz der bisherigen Arbeit gezogen, Pläne für die Zukunft ins Auge gefasst und auch einen neuen (alten) Vorstand gewählt. Personell ist alles beim Alten geblieben, lediglich Oliver Tolmein und Detlef Grumbach haben ihre Posten getauscht. 1. Vorsitzender ist für die nächsten zwei Jahre Detlef Grumbach, Oliver Tolmein ist der 2. Vorsitzende.

War die Vorstandsarbeit im Jahr 2012 vor allem davon geprägt, die organisatorischen Grundlagen für die Christian-Geissler-Gesellschaft zu schaffen, die Anerkennung als „gemeinnützig“ zu erhalten und den Start der geplanten Neuausgabe der Werke vorzubereiten, ist es 2013 „richtig“ losgegangen:

1. Die Gesellschaft hat elf Mitglieder. Wir haben gut 170 Personen angeschrieben, die Gesellschaft und ihre Ziele vorgestellt und auf den Start der Werk-Ausgabe hingewiesen. Darauf haben rund 50 Personen reagiert, Bücher bzw. Vorzugsausgaben bestellt, einmalige Spenden überwiesen oder eine Fördermitgliedschaft mit regelmäßigen Zahlungen begründet. Damit hat die Gesellschaft eine solide Grundlage für ihre Arbeit.
Auf die Gründung der CGG haben auch die Internationale Gisela-Elsner-Gesellschaft und Kinder des Sisyfos – Freundeskreis Erasmus Schöfer e. V. reagiert. Zu beiden Gesellschaften besteht Kontakt. Die CGG hat darüber hinaus Kontakt zur Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V aufgenommen und sich in der Ausgabe 49/Nov. 2013 vorgestellt. Eine Aufnahme in die AG ist angestrebt, die Gesellschaft muss dafür aber zunächst drei Jahre arbeiten und zwei „Bürgen“ aus dem Kreis der Mitglieder beibringen.

2. Die CGG hat eine eigene Website (http://christian-geissler.net/) aufgebaut und mit Inhalt gefüllt. Daran wollen wir im laufenden Jahr weiter arbeiten und den „Content“, wie es heute heißt, auch multimedial zu erweitern. Außerdem gibt es einen schönen Flyer, der auf Veranstaltungen ausgelegt und an Interessenten weitergereicht bzw. verschickt wird. Auf Anforderung schicken wir gerne Exemplare raus.

3. Als erstes Buch der neuen Werkausgabe ist der Roman „Wird Zeit, dass wir leben“ im Verbrecher-Verlag erschienen. Es gab eine Vorzugsausgabe von 20 Exemplaren mit Holzschnitten von Jean Jacques Volz, die bei Erscheinen schon ausverkauft war. Zum Buch haben bislang zehn Veranstaltungen stattgefunden:
Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin; Buchladen Osterstraße und Rosa-Luxemburg-Stiftung HH, Hamburg; Verbrecher-Versammlung, Berlin; Fritz-Hüser-Gesellschaft, Rosa-Luxemburg-Club und Gedenkstätte Steinwache, Dortmund; Gedenkstätte Konzentrationslager Fuhlsbüttel, Hamburg; King George, Köln; Peter-Weiss-Woche, Rostock; Trotz-Alledem-Zentrum, Witten; Oktopus-Bar Dortmund und Wilhelm-Raabe-Haus in Braunschweig. Weitere Veranstaltungen sind in Planung. Rezensionen gab es im NDR, RBB, WDR und im DLF, in der Konkret, SOZ, FAZ, Taz HH, Taz, einen Vorabdruck aus dem Nachwort in der Jungen Welt, Hinweise in eigener Sache in der Zeitung der Roten Hilfe und in der Hamburger Lehrerzeitung (GEW).

4. Im Herbst 2014 soll das zweite Buch erscheinen: „Kalte Zeiten / Schlachtvieh“. Das Nachwort über Christian Geissler als Filmautor und Dokumentarfilmer soll Michael Töteberg schreiben. 20 Zeichnungen der portugiesischen Malerin Maria Lino für eine Vorzugsausgabe liegen bereits vor.

5. In Verbindung mit der Planung dieses Buchs ist deutlich geworden, wie wenig über Christian Geissler als Filmer bekannt ist, dass es – auch bei Wikipedia – kaum Infos über diesen Bereich seines Schaffens, dass es keine vollständige Filmografie gibt. Zusammen mit Christian Geisslers Sohn Benjamin, der ebenfalls Filmemacher ist, haben wir eine jetzt hoffentlich vollständige Filmografie erarbeitet (siehe Website) und einen großen Teil der gespendeten Gelder dafür aufgewandt, die Filme gegen die üblichen Kostenbeteiligungen und Gebühren aus den Archiven verschiedener ARD-Anstalten und dem Deutschen Rundfunkarchiv zusammenzutragen. Wir können stolz vermelden: Nahezu das gesamte filmische Schaffen liegt der Gesellschaft jetzt vor und kann für Forschungs- und andere interne Zwecke genutzt werden.

6. Auf dieser Grundlage planen wir, nach Erscheinen des Bands „Schlachtvieh / Kalte Zeiten“ eine Offensive in Richtung Kulturzentren und Programmkinos, in Einzelveranstaltungen das Buch und den Filmautor/Dokumentarfilmer Christian Geissler vorzustellen. Wir erarbeiten ein „Baukasten-Programm“, das sowohl einen einzelnen Abend mit Lesung und Film als auch mehrteilige Retrospektiven ermöglicht. Die Reihe soll im Frühjahr 2015 starten. Hinwseise auf geeignete Orte nehmenw ir gerne entgegen.

7. Als weitere langfristige Aufgabe haben wir uns vorgenommen, im Sommer 2016 eine Christian-Geissler-Konferenz durchzuführen. Erste Kontakte zum Literaturforum im Brecht-Haus in Berlin (als Ort) und zu möglichen Teilnehmern sind geknüpft.

Ohne die Hilfe zahlreicher UnterstützerInnen wäre manches nicht möglich gewesen im letzten Jahr, und auch unsere Pläne würden bescheidener ausfallen.
Dafür möchten wir uns hier bei allen bedanken, die uns eine Spende haben zukommen lassen.

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