Christian Geissler Gesellschaft

Neues, Anderes, Nicht-Vergangenes

Immer bloß Fahrstuhl ist blöde (1969)

Immer bloß Fahrstuhl ist blöde
Buch: Christian Geissler Regie: Rolf Busch
27’55“, NDR 1969, Erstsendung 25.10.1969

Eine junge Frau, man könnte an Renate Ahlers denken, ist Fahrstuhlführerin im Kaufhaus, fährt den ganzen Tag rauf und runter. Die Kolleginnen im Verkauf tuscheln über sie: sie fühle sich als etwas Besseres.

Sie wird gezeigt auf dem Weg zur Arbeit, sie sieht die Werbung, „Bildern“ der schönen und Reichen, Flugzeuge starten und landen, sie träumt von besserem Leben, von Reisen und Urlaub. Im Bus zur Arbeit sitzt ein junger Mann, sie gefällt ihm, sie lernen sich kennen. Er arbeitet in einem Reisebüro.

Das wäre doch auch etwas für sie, noch einmal etwas lernen, den Job wechseln, denkt sie. Die Kolleginnen verspotten sie: Dass sie lernen will, etwas Besseres will, das geht doch nicht.

Und der Reisebüro-Mann meint, sie brauche doch gar nicht Arbeiten, eine wie sie finde doch immer einen Mann, der sie aushält. Sie soll doch einfach losfliegen, alles andere findet sich bei ihrem Aussehen schon.
Das wird dann ihre Perspektive, das macht sie.

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