Christian Geissler Gesellschaft

Neues, Anderes, Nicht-Vergangenes

Aktuelle Rezensionen zu “Schlachtvieh / Kalte Zeiten”

Britta Caspers, Literaturkritik.de
Für Britta Caspers macht der Doppelband am Ende deutlich, “wie stark sich vermeintlich formale oder gestalterische Prinzipien, wie das der Montage von Diskursmaterial, die literarische Gestaltung innerer Vorgänge oder die literarische Adaption filmischer Techniken im Sinne einer Momentaufnahme der allgemeinen Bewusstseinslage der Zeit als eminent politische Mittel der Darstellung erweisen.”

Dieter Wenk auf Textem
Dieter Wenk bespricht “Schlachtvieh / Kalte Zeiten” auf dem Webportal “Textem. Über das Ferbsehspiel “Schlachtvieh” urteilt er: “Die Dialoge von Christian Geissler sind wirklich ziemlich komisch. Aber das ist kein Slapstick. Mittels der Komik distanziert er falsche Einstellungen. Und am Ende der Fahrt stehen sich die Guten und die Bösen gegenüber. Generelle Frage also: In welchem Zug wollen wir eigentlich fahren? Oder: Wollt Ihr wirklich alles hinnehmen und nicht wissen, was los ist?”

Auch “Kalte Zeiten” gefällt dem Rezensenten: “Geissler wird wenige Jahre später Mitglied der illegalen KPD. Aber er schreibt keine klassische Arbeiter- oder Proletarierliteratur. Das konnte der Leser bereits in Wird Zeit, dass wir leben erkennen, einem Roman, der den Auftakt machte für eine Christian-Geissler-Werkschau, die der Verbrecher-Verlag 2013 in Angriff genommen hat. Der Mitte der 1970er Jahre geschriebene Roman zieht in aufklärerischer Absicht viele Register der Avantgarde-Literatur, bevor diese dann in einer atmosphärischen Umkehr in einer mehr spielerischen Hinsicht der postmodernen Literatur zur Verfügung standen.”

Hans Helmut Prinzler , Filmhistoriker und Publizist, bis 2006 Vorstand der Stiftung Deutsche Kinemathek und Direktor des Filmmuseums Berlin, schreibt in seinem Blog über seine Begegnung mit Geissler und das neue Buch.

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